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Bücher des Wird Sein Verlags



Voller Kopf auf halber Strecke
Ein Erfahrungsbericht

Langeweile - Ein Boykott
Eine Satire

Lichtblicke
Ein Bildband (in Arbeit)

Beim inspirierenden Variieren adaptierter Interpretationen
Kurzgeschichte

Lili und die Drachenlady
Ein Roman (in Arbeit)

Das Körperfühlbuch
Ein Sachbuch (in Arbeit)









 
 
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Voller Kopf auf halber Strecke (Auszug)

Zersplitterung zum Punkt

Ich bin, wie immer, erst so gegen zwölf Uhr aufgestanden. Nach dem Essen war ich einkaufen, bei der Bank und habe zwei Telefonate erledigt. Das ist gar nicht so wenig. Ein guter Tag. Manchmal ist es weniger, dann sitze ich den ganzen Tag zu Hause und trinke Kaffee oder Tee, mache mir etwas zu essen, bis ich irgendwann, zwischen zwei und fünf Uhr den Fernseher einschalte und bis Nachts um zwölf durchschaue, wenn ich nicht vorher ausschalte, um noch ein wenig zu meditieren. Meine Tage sehen so aus, da ich zur Zeit krank geschrieben bin und keiner Arbeit nachgehe. Und es ist gar nicht so einfach, diese Zeit im Alltag gefüllt zu bekommen. Heute sitze ich draußen am Kanalufer in der Sonne und schreibe. Das ist etwas ganz besonderes für mich. Ich kann mich zur Zeit schwer konzentrieren. Und nicht mehr gut meinen Berufen und Hobbys nachgehen, so wie Fotografieren, Webseiten erstellen, Logos gestalten oder Zeichnen, ich halte das selten länger als eine halbe Stunde aus. Das ist seit August so. Angefangen hat aber alles viel früher, vor etwa zehn Jahren. Ich bekam damals zum ersten mal die Diagnose: akute paranoide Psychose. Heute denke ich an die Zeit zurück. Wie hat alles angefangen?

Matilda Merlin






 
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Langeweile - Ein Boykott (Auszug)

Gedanken aus dem Alltag einer schizophrenen Drogenabhängigen.

Oh, es ist so langweilig. Mir ist so langweilig und ich versuche aus der Langeweile zu entfliehen, indem ich mich auf die Gegenwart konzentriere. Meine Realität ist nun das grüne Tuch auf dem Tisch. Die Stulpen auf dem Bett. Anastasia, die in der Küche steht und kocht. Das ist doch was. Ihr Telefon klingelt in einer schönen Melodie. Es ist wahrscheinlich ihr Wecker. Doch sie hört ihn nicht. Ich höre das Klirren des Geschirrs aus der Küche. Das Licht ist angenehm. Die Farbe meines Bettlakens ist Dunkelblau. Die, der Tagesdecke ist gelb. Ich denke, ich mag Farben. Ich denke, Farben sind mir wichtig. Und ich denke schon wieder, statt wahrzunehmen. Ich habe außerdem noch blaue und weiße Tücher in meinem Zimmer hängen, mit Schmetterlingen und Streifen darauf. Ist das nun ein gutes Leben? Ich sollte mehr in mich hineinspüren statt nach Außen.

Matilda Merlin






 
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Lichtblicke (in Arbeit)

In diesem Jahr erscheint der Bildband „Lichtblicke“, in dem erstmals Fotografien von Matilda Merlin und Texte von Nela Petzsche zusammenfließen. Jede Farbe und jedes Wort nährt unsere Sinne und regt unseren Geist an, Lebendigkeit in sich und in allem zu erfahren. Was auf immer neue Weise zwischen Text, Foto und Betrachter*in entsteht, möchte dieser Bildband zum Vorschein bringen.



matildamerlin001

Seinsberührung

Ich glaube, dass das Wesentliche für mich wirklich fühlbar ist. Und diesem Glauben vertrauend wage ich mich in eine Resonanz mit meinem Körper und finde dort: Aufregung & starkes Herzklopfen & leises Rauschen in meinem Kopf.
Oder umgekehrt: Ich empfinde Aufregung, Herzklopfen, Rauschen und weil ich meinem Körper vertraue, glaube ich, dass es um wesensnahe Inhalte geht? Und dann ...

Beißt sich die Katze in den Schwanz oder ist es ein Teufelskreislauf oder ist es der Lauf der Dinge oder der Fluss des Lebens oder das Glücksrad oder ein Kinderkarussell oder mein Blutkreislauf, mein Flüssigkeitstransformationsprozess, mein Atemfluss, mein Werden & Vergehen?

Worum geht es?
... Glauben, Vertrauen & Respekt.

Und in meinem Wesentlichen geht es um mich & um meinen Körper & um Begegnung & um Berührung. Um Berührt-Sein & Berührt-Werden & um Berühren-Können, -Wollen & -Dürfen. Und für das Berührt-Sein im Leben brauche ich meinen Körper.



matildamerlin003

Verbindungsperspektive

Ins gefühlte Feine & spürbar werdende Feinere eintauchen,
so dass vorübergehend keine Vorstellung zum Gesamten existiert.

Doch im Verfolgen der Lebensäußerungen im Kleinen wird sich
ab einem bestimmten Moment das entsprechende Ganze immer zeigen,
denn ich folge einer Verbindung.



matildamerlin003

Die Gegenwärtigkeit erlaubt ein stetiges Fließen
im Ankommen, Dasein & Verabschieden.



matildamerlin003

Wir leben nicht mit dem,
was da ist,

sondern tun das,
wovon wir glauben,
dass es besser wäre.



matildamerlin002

Die Fotografien
Mit dem Medium der Fotografie widmet sich die Künstlerin Matilda Merlin dem lebendigen Spiel mit Formen und Farben. Mit ihren Fotografien möchte sie den Betrachtenden ein visuelles Erlebnis schenken, das das eigene Empfinden sensibilisiert und die Sinne öffnet für ästhetische Licht- und Schattenspiele, die uns tagtäglich umgeben.

Die Texte
Nela Petzsches Worte sind vor allem Lebens-Ausdruck gefunden im täglichen Sein.
In diesem Bildband publiziert sie erstmals Texte, in denen persönliche und präzise Gedanken des Spürbaren Gestalt bekommen. Ihre Themen wirken einfach auf den ersten Blick, lassen jedoch gleichzeitig tiefe Empfindungen zu, die in ihrer Wahrhaftigkeit kaum zu greifen sind.







 
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Beim inspirierenden Variieren adaptierter Interpretationen

Es begab sich um 1890, als klar wurde, dass er ohne ordentliche Recherchearbeit unmöglich den Zweck seiner Reise erfüllen konnte, saßen ihm doch drei hochrangige Regale gegenüber. Sie hatten ein Auge auf den hageren alten Mann geworfen. Hätte er nicht an Akrophobie gelitten, wäre seine Aufgabe längst erfüllt. Doch der zwiespältige hagere Mann mit dem langen weißen Bart, strich sich über eben jenen, und murmelte: Einen Affen auf einem Einrad müsse man doch unterstützen.

Im Angesicht der Regale schien das irrelevant - gar vollkommen unangebracht, beharrten diese doch auf den reibungslosen Ablauf der Produktion leerer, Joghurtbechern ähnelnder Schnappschachteln zur Aufzucht von dresierten Heuschrecken, um mit diesen den Fortbestand ihrer absurden Statistiken zu gewährleisten. Sich mit einer solch sensiblen Thematik auch nur ansatzweise auseinander zu setzen, dafür fehlte es ihnen völlig an Feingefühl. Sie lebten nach der Auffassung eine Sinnfrage zu stellen, hat nur dann Sinn, wenn die Antwort garantiert in das eigene Stilkonzept passt. Andernfalls hätte sie ja gar keinen Sinn. Und wenn eben eine solche Fragestellung die Bedürftigkeit eines Lemuren auf einem Einrad betraf, erübrigte sich jeglicher Versuch der Regale eine Sinnhaftigkeit darin ergründen zu wollen. (wollen deswegen, da man sowieso erst einmal wollen muss, bevor irgendetwas anderes passiert, dies wurde jedoch erst um 3016 ein Leitfaden der Existenz, welcher sich, auch im Gebrauch des Wortes selbst, gramatikalisch, als ,,sein" ähnlicher Begriff im Sprachgebrauch durchsetzte.)

Vielleicht sollte ich ihm erst einmal das Sprechen beibringen, dachte sich der alte langwachsene Mann und strich sich wieder über den Bart. Wenn er ordentlich sprechen könnte, könnte ich mich mit ihm unterhalten. Dann würden wir schon eine Lösung finden. Nun, abgesehen davon, dass die ersten Versuche jämmerlich scheiterten, vorallem da es am Verständnis essentieller Begriffe wie Kausalität oder absurder Intervention mangelte, zweifelte unser Professor an dem gefahrenfreien Ablauf seines Vorhabens. Was, wenn der Affe aus Zuneigung zur wunderschönen Lautmalerei der Worte unsere Fachgespräche den gefürchteten Regalen vorsänge. Ein neuer Plan musste her. Schreiben. Ich bringe dem Affen das Schreiben bei. Dann kann er sich hier rausschreiben. Wie absurd diese Idee war, wusste selbst der verwirrte alte Professor. Und doch, solange er an der Produktion der Schnappschachteln für zukünftige Regalgenerationen beteiligt war, hatte er keine andere Wahl. Ausserdem fand er gefallen an der Vorstellung eines intelligenten Lemuren auf einem Einrad.

Matilda Merlin






 
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Lili und die Drachenlady (in Arbeit)

Lili war mit den Nerven am Ende. Draußen regnete es. Es war dunkel und die U1 schlitterte polternd durch die Nacht, während die Lichter der Stadt an den Fenstern vorbei huschten. Sie war müde. Genauso, wie die anderen Mitfahrenden saß sie eng aneinander gekuschelt in dem überfüllten Wagon. Es war ihr letzter Auftrag gewesen, heute in der Firma. Sie konnten sie dort nicht weiter gebrauchen. Und nun machte Lili sich Gedanken, wie es mit ihrer Zukunft weitergehen könnte. Erstmal hatte sie frei. Bis zum Monatsende würde das Geld noch reichen. Für danach musste sie sich etwas ausdenken. Sie stieg aus der U-Bahn und mit letzter Kraft schleppte sie sich durch den Regen, die engen, dreckigen Straßen, zwischen den vielen Menschen hindurch, durch die Einkaufsstraße in ihr Apartment im 4. Stock. Was nun? Sie war zuhause in ihrer zwei Zimmerwohnung, die sie sich nun bald nicht mehr leisten konnte. Sie machte das Licht in der Küche an und fütterte ihre Katze Philadelphia um sich dann vollkommen erschöpft in ihr Bett zu legen. Nun hieß es erstmal ausschlafen. Vielleicht die ganze nächste Woche lang. Am nächsten Morgen klingelte es Sturm an der Tür.

Matilda Merlin






 
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Das Körperfühlbuch (in Arbeit)

Selbstaneignung

Meinen Körper müsste ich mir nicht zu eigen machen, wenn ich nicht in einer Welt-Unordnung lebte, die mir meinen Körper immer noch regelmäßig enteignet. Jedoch erreicht mich diese der Entfremdung nicht in meinen wesentlichen Bestandteilen.

Nela Petzsche






 
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